–Zusatzalarmierung · Add-on

Alarmierungs-App für die Feuerwehr: Der Alarm kommt auch aufs Smartphone

Die Zusatzalarmierung in der Florivio-App ist eine Alarmierungs-App für Freiwillige Feuerwehren: Florivio schickt den Alarm ergänzend zur Alarmierung durch die Leitstelle als Push aufs Smartphone der Mannschaft und holt die Rückmeldung gleich mit ab: Komme, Komme nicht, auf Wunsch mit Ankunftszeit. Die App gibt es für iPhone, iPad und Android, die Anbindung an eure Leitstelle richten wir mit euch ein.

Die Zusatzalarmierung bucht ihr als Add-on im Kundenkonto und testet sie die ersten 30 Tage kostenlos. Preise stehen weiter unten.

Alarm in der Florivio-App mit Einsatzstichwort, Karte zur Einsatzstelle und Button „Navigation starten“

Was ist eine Zusatzalarmierung?

Eine Zusatzalarmierung schickt den Feuerwehralarm zusätzlich zum offiziellen Alarmweg aufs Smartphone und sammelt die Rückmeldung ein, wer kommt. Sie ergänzt Leitstelle, Funkmeldeempfänger und Sirene und ersetzt sie nicht. Florivio bietet sie als Add-on zur Feuerwehrverwaltung an: Push in der Florivio-App für iPhone, iPad und Android, Rückmeldung mit Ankunftszeit, Probealarm und ein Zustellprotokoll für die Wehrführung.

Zusatz, nicht Ersatz. Florivio ist eine Zusatzalarmierung. Sie ergänzt den offiziellen Alarmweg über Leitstelle, Meldeempfänger und Sirene und ersetzt ihn nicht. Eine Zustellung über das Internet kann sich verzögern oder ausfallen: Der Push hängt an den Diensten von Apple und Google, am Netz und an den Einstellungen des Geräts, etwa Energiesparmodus, „Nicht stören“ oder nicht erlaubte kritische Mitteilungen. Wer einen Alarm nur über die App erhält, prüft ihn über den offiziellen Weg. Eine Zustellgarantie gibt es nicht.

So läuft ein Alarm ab

Von der Leitstelle bis zur Rückmeldung in sechs Schritten. Der erste liegt bei der Leitstelle, die übrigen übernimmt Florivio.

  1. Die Leitstelle alarmiert wie gewohnt

    Meldeempfänger und Sirene bleiben der offizielle Alarmweg. Florivio ändert daran nichts und greift erst danach.

  2. Der Alarm erreicht Florivio

    Je nach Leitstelle über DIVERA 24/7, ALAMOS FE2, direkt per HTTP-POST oder als Alarm-E-Mail. Meldet die Leitstelle denselben Einsatz mehrfach, bleibt es bei einem Alarm.

  3. Florivio wählt die Empfänger

    Die Kennung der Leitstelle ordnet den Alarm einer Alarmschleife zu. Alarmiert werden nur aktive Mitglieder, die in der App eingewilligt haben und ein Gerät registriert haben, auf Wunsch eingeschränkt nach Funktion oder Atemschutztauglichkeit.

  4. Der Push geht aufs Smartphone

    Die Nachricht trägt nur Alarmgruppe und Stichwort. Dazu spielt die App den Alarmton, den jedes Mitglied selbst gewählt hat. Auf iPhone und iPad kommt der Alarm als kritische Mitteilung, wenn die Person das in iOS bzw. iPadOS erlaubt hat.

  5. Die App zeigt die Einsatzdetails

    Nach dem Öffnen lädt die App Stichwort, Adresse und Karte. Wie viel die Mannschaft darüber hinaus sieht, legt das Sichtprofil der Alarmvorlage fest; Einsatzmittel und Meldung der Leitstelle brauchen die passende Berechtigung. „Navigation starten“ öffnet Apple Karten, Google Maps oder Waze.

  6. Die Mannschaft meldet zurück

    Ein Tipp auf „Komme“ oder „Komme nicht“, auf Wunsch mit Ankunftszeit. Die Führung sieht, wer zugesagt, wer abgesagt und wer noch nicht geantwortet hat. Zählt eine neue Rückmeldung derselben Person, ersetzt sie die alte.

Alarmdetail in der Florivio-App mit Karte der Einsatzstelle
Florivio-App: Rückmeldung zum Alarm mit Komme, Komme nicht und Ankunftszeit

Für die Mannschaft

Was Einsatzkräfte auf dem Smartphone sehen

Wer den Meldeempfänger gerade nicht am Gürtel hat, bekommt den Alarm trotzdem aufs Handy und kann sofort zurückmelden.

Alarm mit eigenem Ton

Jedes Mitglied wählt den Alarmton selbst. Der Alarm hebt sich damit von Messenger und Mails ab, ohne dass die Wehr einen eigenen Kanal pflegen muss.

Rückmeldung mit einem Tipp

Komme, Komme nicht, auf Wunsch mit „bin in 7 Minuten da“. Das spart der Führung die Telefonkette und das Durchzählen am Gerätehaus.

Rückmeldung direkt aus der Mitteilung

Ihr antwortet mit Komme oder Komme nicht direkt aus der Mitteilung, ohne die App zu öffnen. Das Alarmdetail mit Karte und Ankunftszeit steht trotzdem bereit.

Kritische Mitteilung auf iPhone und iPad

Auf iPhone und iPad kann der Alarm als kritische Mitteilung Stummschaltung und Fokus durchbrechen, wenn das Mitglied kritische Mitteilungen für die App einmal erlaubt hat. Ohne diese Erlaubnis gelten die Einstellungen des Geräts.

Check-in am Gerätehaus

Nutzt eure Wehr den Check-in und hat ein Mitglied ihn in den Einstellungen eingeschaltet, bietet die App ihn beim Öffnen an, sobald heute ein Termin oder Einsatz ansteht und das Mitglied am Gerätehaus ist. Den Standort vergleicht die App nur bei geöffneter App und nur auf dem Gerät.

Letzter Stand ohne Netz

Fällt das Netz weg, zeigt die App den letzten bekannten Alarm mit Uhrzeit. Neue Alarme brauchen eine Internetverbindung, denn der Push läuft über Mobilfunk oder WLAN.

Verlauf nach dem Einsatz

Nach dem Einsatz findet jedes Mitglied jeden Alarm im Verlauf der App wieder.

Führungskräfte sehen im Alarm die Einsatzlage mit allen Rückmeldungen. Steht im Alarmtext eine what3words-Adresse, öffnet die App sie mit einem Tipp. Die Alarmierung ist ein Teil der App; was die Mannschaft sonst darin hat, steht auf der Seite Florivio-App für iPhone, iPad und Android.

Für die Wehrführung

Wer wird bei welchem Einsatz alarmiert?

Die Kommandantin oder der Kommandant legt am Schreibtisch in der Web-Anwendung fest, wer welchen Alarm bekommt. Mitglieder, Funktionen und Qualifikationen kommen aus den Mitgliederdaten, es gibt keine zweite Liste zu pflegen.

Alarmschleifen

Eine Schleife verbindet die Kennung der Leitstelle (RIC, 5-Ton oder TETRA) mit den Mitgliedern, die alarmiert werden. Kommt keine Kennung an, greift die Standardschleife.

Alarmgruppen und Funktionen

Ziele einer Schleife sind einzelne Mitglieder, Alarmgruppen, Funktionen oder Qualifikationen. Die Daten kommen direkt aus den Mitgliederdaten, ihr pflegt nichts doppelt.

Vorlagen und Regeln

Eine Vorlage legt fest, wer bei welchem Einsatz alarmiert wird. Regeln wählen die Vorlage nach Zeitfenster (Tag und Nacht) oder nach Bedingungen, sonst sucht Florivio sie über das Stichwort. Der Regel-Tester simuliert einen Alarm, ohne jemanden zu alarmieren.

Filter und Reichweite

Ihr schränkt Empfänger weiter ein, etwa auf Atemschutzgeräteträger oder Maschinisten. Eine Vorschau zeigt vor dem Speichern, wie viele Personen erreicht würden und wer die App noch nicht hat.

Einsatz, Übung oder Info

Jede Vorlage hat eine Art. Eine Info wie „Dienstabend fällt aus“ ist kein Einsatz: Sie erscheint nicht auf dem Wandmonitor und kommt auf iPhone und iPad mit normalem Ton, damit sie niemanden aus dem Schlaf reißt.

Manuell auslösen

Berechtigte Personen lösen einen Alarm auch selbst aus, im Browser oder in der App. Vorher zeigt Florivio, wie viele Personen alarmiert werden, und verlangt eine zweite Bestätigung. In der App verlangt eine starke Rolle dafür einen zweiten Faktor.

Alarmschleifen in der Florivio-Web-App: Vollalarm, Atemschutz, Tagesalarm und Führungsgruppe mit Kennung, Eingang und Alarmgruppe
Alarmschleifen in der Web-App: Jede Schleife ordnet eine Kennung, etwa eine RIC, den Alarmgruppen zu, die den Alarm bekommen. Beispieldaten einer fiktiven Wehr.

Woher kommt der Alarm? Anbindung an eure Leitstelle

Florivio nimmt Alarme auf mehreren Wegen entgegen. Ein Alarmierungsdienst wie DIVERA 24/7 oder ALAMOS FE2 ist ein möglicher Weg, aber keine Voraussetzung. Welcher bei euch passt, hängt davon ab, was eure Leitstelle anbietet und freigibt.

Verfügbar

Direkt aus der Leitstelle

Gibt eure Leitstelle Einsatzdaten an eine Internetadresse weiter, nimmt Florivio sie dort entgegen: als HTTP-POST mit JSON, verschlüsselt übertragen und je Schleife mit einem eigenen Schlüssel abgesichert. Ein Alarmierungsdienst dazwischen ist dafür nicht nötig.

In Betrieb

DIVERA 24/7

Alarmiert eure Leitstelle über DIVERA 24/7, schickt DIVERA den Alarm per Push-Webhook weiter. Stichwort, Adresse und alarmierte Fahrzeuge stehen im Einsatzbericht, bevor jemand etwas tippt.

In Betrieb

ALAMOS FE2

Läuft bei euch ein FE2-Server, übergibt er den Alarm ebenfalls als Push. Er steht nach Sekunden im Alarm-Monitor und danach im selben Einsatzformular.

Verfügbar

Alarm-E-Mail

Manche Leitstellen verschicken den Alarm nur als E-Mail. Auch das reicht: Florivio wertet die Alarm-E-Mail aus, ebenfalls je Schleife mit eigenem Schlüssel abgesichert.

Auf Anfrage

ELDIS-Leitstellen mit EDI

Leitstellen mit dem Einsatzleitsystem ELDIS von eurofunk können Einsatzdaten per EDI an eine Schnittstelle übergeben. Florivio nimmt dieses Format entgegen und richtet den Anschluss auf Anfrage mit euch und eurer Leitstelle ein.

Die Einrichtung der Anbindung berechnet Florivio nicht; Gebühren der Leitstelle oder eines Alarmierungsdienstes sind davon getrennt. Was die Leitstelle von euch braucht, legt sie selbst fest. Die Wege und ihren Stand erklärt die Seite Leitstellenanbindung, alle weiteren Verbindungen stehen unter Schnittstellen. Im Gerätehaus zeigt derselbe Alarm der Alarm-Monitor.

Probealarm und Zustellprotokoll

Prüfen, ob der Alarm auf den Geräten ankommt

Ein Push kann an vielen Stellen hängen bleiben. Deshalb zeigt Florivio, was gesendet wurde und was als zugestellt gemeldet wurde, und lässt euch vorher üben.

Probealarm über den echten Weg

Der Probealarm läuft über denselben Weg wie ein Alarm von der Leitstelle. Er erscheint weder am Alarm-Monitor im Gerätehaus noch am Kiosk.

Zustellprotokoll für die Wehrführung

Je Alarm zeigt Florivio, an welche Geräte der Push gesendet wurde, was davon als zugestellt gemeldet wurde, wo ein Fehler aufgetreten ist und wie viele Rückmeldungen vorliegen. Eine Geräteliste zeigt außerdem, warum ein Gerät nicht klingelt.

Geräte-Check in der App

Die App prüft auf dem Gerät, ob die nötigen Berechtigungen erteilt sind, etwa für Benachrichtigungen und Akku-Optimierung, und zeigt dem Mitglied, was es einstellen muss. Der nächste Probealarm zeigt, ob es gewirkt hat.

Wiederholung bei Fehlern

Schlägt ein Versand fehl, versucht Florivio es erneut, solange die Zustellfrist läuft. Die Wehrführung legt sie fest: 5 bis 60 Minuten, Standard 30. Danach geht kein Push mehr raus.

Zustellprotokoll eines Alarms in der Florivio-Web-App: Stärke nach Funktionen und je Gerät der Status gesendet, zugestellt oder Fehler
Zustellprotokoll: die Stärke nach Funktionen und je Gerät, ob die Push-Nachricht gesendet, als zugestellt gemeldet oder abgelehnt wurde.
Rückmeldungen zu einem Alarm in der Florivio-Web-App: Komme mit Ankunftszeit in Minuten und Komme nicht mit Notiz
Rückmeldungen im selben Protokoll: wer kommt und in wie vielen Minuten, wer nicht kommt und mit welcher Notiz.

Bildschirmfotos aus der Web-App mit Beispieldaten einer fiktiven Wehr.

Ein Probealarm zeigt den Stand zum Zeitpunkt des Tests und ist keine Zustellgarantie. Am besten richtet ihr die App gemeinsam an einem Übungsabend ein und löst dabei einen Probealarm aus. Was vor der Einführung zu klären ist, beschreibt der Ratgeber Zusatzalarmierung per App einführen.

Datenschutz: Was in der Push-Nachricht steht und wer was sieht

Rückmeldungen und Verfügbarkeiten sind personenbezogene Daten. Diese Maßnahmen gelten in Florivio:

  • Push-Nachrichten enthalten nur Alarmgruppe und Stichwort. Einsatzadresse und Details lädt die App erst nach dem Öffnen über eine verschlüsselte Verbindung. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Push-Nachrichten ist in Planung – wenn deine Wehr sie braucht, sprich uns an.
  • Der Push läuft über die Dienste von Apple (APNs) und Google (Firebase Cloud Messaging). Auf dem Sperrbildschirm stehen nur Alarmgruppe und Stichwort, die ihr ohne Namen, Hausnummern und Gesundheitsangaben anlegt.
  • Jedes Mitglied entscheidet in der App selbst, ob es Alarme aufs Smartphone bekommt. Ohne Einwilligung geht kein Push raus.
  • Alarmiert werden nur aktive Mitglieder im Einsatzdienst. Passive und ausgeschiedene Mitglieder sowie die Jugendfeuerwehr alarmiert Florivio nie, und das Einsatz-Höchstalter des jeweiligen Bundeslandes gilt.
  • Die App überträgt keinen Standort an eure Wehr. Nur für den freiwilligen Check-in am Gerätehaus fragt sie den Standort bei geöffneter App ab und vergleicht ihn auf dem Gerät, übertragen wird er nicht.
  • Namen hinter den Rückmeldungen sehen nur Personen mit der passenden Berechtigung, und Einsatzmittel und Meldungstext zeigt die App nur mit dem Recht „Vollständige Alarmdaten“. Jede Rückmeldung wird protokolliert.

Für die Alarm- und Einsatzdaten ist eure Feuerwehr verantwortlich, Florivio verarbeitet sie in ihrem Auftrag. Die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung zur App und auf der Seite Sicherheit. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Push-Nachrichten besprechen wir gern im Kontakt.

Was die Zusatzalarmierung kostet

9 € im Monat oder 99 € im Jahr

pro Wehr, jeweils zzgl. MwSt. Im Kommunalpaket 79 € je Wehr und Jahr.

  • Ihr könnt die Zusatzalarmierung in Starter, Standard und im Kommunalpaket buchen. Free und der Jugend-Plan enthalten sie nicht.
  • Ihr bucht das Add-on selbst im Kundenkonto unter „Abrechnung & Plan“. Die ersten 30 Tage sind kostenlos, einmal pro Wehr.
  • Danach folgt es dem Abrechnungszeitraum eures Plans und ist getrennt vom Plan zum Ende des Abrechnungszeitraums kündbar.
  • Die App ist kostenlos im App Store und bei Google Play.

Für Städte, Gemeinden und Landkreise mit mehreren Feuerwehren

Hat eine Stadt oder Gemeinde mehrere Wehren, richtet sie Florivio im Kommunalpaket ein. Jede Wehr bekommt ihren eigenen Bereich mit eigenen Alarmschleifen und eigenen Mitgliedern, die Zusatzalarmierung kostet dort 79 € je Wehr und Jahr zzgl. MwSt. Die Verbundverwaltung ist ab zwei Wehren im Kommunalpaket enthalten.

Wollen Kreisbrandinspektion oder Landratsamt die Zusatzalarmierung für Wehren mehrerer Gemeinden aufsetzen, hängt viel an der Leitstelle: Sie entscheidet, welchen Übergabeweg sie anbietet, und gibt ihn frei. Beteiligte Wehren, Zuständigkeiten, Datenumfang und Preise klären wir deshalb in einem eigenen Projekt, statt ein fertiges Landkreis-Paket zu versprechen.

Häufige Fragen zur Zusatzalarmierung

Was ist eine Zusatzalarmierung bei der Feuerwehr?

Eine Zusatzalarmierung schickt den Alarm zusätzlich zur Alarmierung durch die Leitstelle aufs Smartphone und holt die Rückmeldung ein, wer kommt. Der offizielle Alarmweg über Leitstelle, Meldeempfänger und Sirene bleibt maßgeblich. Die Zusatzalarmierung hilft dort, wo ein Meldeempfänger nicht jederzeit griffbereit ist, und gibt der Führung früh einen Überblick über die Stärke.

Ersetzt die App den Meldeempfänger oder die Sirene?

Nein. Florivio ist als Ergänzung ausgelegt und ersetzt weder Funkmeldeempfänger noch Sirene. Ein Smartphone hängt an Mobilfunk, den Push-Diensten der Hersteller und den Energiespareinstellungen des Geräts, und all das kann eine Benachrichtigung verzögern. Welche Rolle eine App im Alarmweg spielen darf, legen Landesrecht, Leitstelle und Träger der Feuerwehr fest.

Wie kommt der Alarm von der Leitstelle in die App?

Die Leitstelle übergibt den Einsatz an Florivio, und Florivio schickt ihn als Push an die Mitglieder der zugeordneten Alarmschleife. Die Übergabe läuft über DIVERA 24/7, ALAMOS FE2, direkt per HTTP-POST oder als Alarm-E-Mail; eine ELDIS-Leitstelle mit EDI schließen wir auf Anfrage an. Welcher Weg bei euch passt, hängt davon ab, was eure Leitstelle anbietet und freigibt.

Brauchen wir DIVERA 24/7 oder ALAMOS FE2, um Florivio als Zusatzalarmierung zu nutzen?

Nein. Beide Dienste sind ein möglicher Weg, aber keine Voraussetzung. Kann eure Leitstelle Einsatzdaten an eine Internetadresse übergeben oder eine Alarm-E-Mail verschicken, nimmt Florivio den Alarm direkt entgegen. Die Leitstelle muss den Weg freigeben, und was sie dafür von euch braucht, legt sie selbst fest. Die Einrichtung selbst berechnet Florivio nicht.

Was steht in der Push-Nachricht, und was sehen die Mitglieder in der App?

Push-Nachrichten enthalten nur Alarmgruppe und Stichwort. Einsatzadresse und Details lädt die App erst nach dem Öffnen über eine verschlüsselte Verbindung. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Push-Nachrichten ist in Planung – wenn deine Wehr sie braucht, sprich uns an. Wie viel die Mannschaft nach dem Öffnen in der App sieht, legt das Sichtprofil der Alarmvorlage fest. Führungskräfte mit dem Recht „Vollständige Alarmdaten“ sehen immer alles.

Wie funktioniert die Rückmeldung mit Ankunftszeit?

Mitglieder tippen im Alarm auf „Komme“ oder „Komme nicht“ und geben auf Wunsch an, in wie vielen Minuten sie da sind. Die Führung sieht in der Einsatzlage, wer zugesagt, abgesagt oder noch nicht geantwortet hat, jeweils mit der Ankunftszeit, und kann schon auf der Anfahrt einschätzen, ob die Stärke reicht.

Kommt der Alarm auch bei Stummschaltung oder Fokus aufs Handy?

Auf iPhone und iPad kann der Alarm als kritische Mitteilung Stummschaltung und Fokus durchbrechen, wenn das Mitglied kritische Mitteilungen für die App einmal erlaubt hat. Ohne diese Erlaubnis gelten die Einstellungen des Geräts, ebenso bei anderen Geräten und Energiesparfunktionen. Der Probealarm zeigt jedem Mitglied, was auf dem eigenen Gerät ankommt, und der Meldeempfänger bleibt der maßgebliche Alarmweg.

Wie prüfen wir, ob der Alarm auf den Handys ankommt?

Mit dem Probealarm. Er läuft über denselben Weg wie ein Alarm von der Leitstelle, und das Zustellprotokoll zeigt danach je Gerät, was gesendet und was als zugestellt gemeldet wurde und wo ein Fehler auftrat. Der Geräte-Check der App benennt typische Ursachen wie ausgeschaltete Benachrichtigungen oder Energiesparfunktionen. Ein Probealarm zeigt den Stand zum Zeitpunkt des Tests und sagt nichts über spätere Alarme.

Wer wird alarmiert, und lässt sich das einschränken?

Ihr legt Alarmschleifen mit der Kennung der Leitstelle an und ordnet Mitglieder, Alarmgruppen, Funktionen oder Qualifikationen zu. Filter schränken weiter ein, etwa auf Atemschutzgeräteträger. Regeln wählen die passende Vorlage nach Zeitfenster, Bedingungen oder Stichwort. Alarmiert werden nur aktive Mitglieder, die in der App eingewilligt haben.

Funktioniert die Zusatzalarmierung ohne Mobilfunknetz?

Nein, für neue Alarme braucht das Smartphone eine Internetverbindung per Mobilfunk oder WLAN, denn der Push kommt über das Internet. Ist das Netz weg, zeigt die App den letzten bekannten Stand mit Uhrzeit. Deshalb bleibt der Meldeempfänger der maßgebliche Alarmweg.

Was kostet die Zusatzalarmierung von Florivio?

Die Zusatzalarmierung ist ein Add-on und kostet 9 € im Monat oder 99 € im Jahr pro Wehr, im Kommunalpaket 79 € je Wehr und Jahr, jeweils zzgl. MwSt. Buchbar ist sie in Starter, Standard und im Kommunalpaket, nicht in Free und im Jugend-Plan. Ihr bucht sie selbst im Kundenkonto und testet sie die ersten 30 Tage kostenlos. Die App ist kostenlos.

Können Gemeinde oder Landkreis die Zusatzalarmierung für mehrere Feuerwehren einführen?

Für Städte und Gemeinden mit mehreren Wehren gibt es das Kommunalpaket mit 79 € je Wehr und Jahr für die Zusatzalarmierung. Jede Wehr hat ihren eigenen Florivio-Bereich mit eigenen Schleifen und Mitgliedern. Kreisweite Projekte mit Leitstelle, Zuständigkeiten, Datenumfang und Preisen stimmen wir individuell ab; ein fertiges Landkreis-Paket gibt es nicht.

Gibt es die Florivio-App für iPhone, iPad und Android?

Ja. Die App gibt es kostenlos im App Store und bei Google Play. Ihr meldet euch mit eurem Florivio-Zugang an, und die Zusatzalarmierung bucht eure Wehr als Add-on. Smartphones unterscheiden sich stark in Hersteller, Betriebssystem und Energiesparmodus; wenn auf einem Gerät etwas nicht klappt, meldet es uns mit Gerätemodell und Systemversion.

Weiterlesen: Florivio-App im Überblick · Zusatzalarmierung per App einführen · Leitstellenanbindung · Alarm-Monitor

Zusatzalarmierung für eure Wehr ausprobieren

Testet Florivio 90 Tage und die Zusatzalarmierung 30 Tage kostenlos. Oder nennt uns eure Leitstelle, dann klären wir den Anschluss.